Die CPU des Relaisrechners verfügt über einen Satz von 8 Registern mit einer Wortbreite von 8bit. Der komplette Registerblock besitzt also eine Speicherkapazität von 64bit. Die Registerschaltung ist über ein 40-poliges Flachbandkabel mit dem internen CPU-Bus verbunden. Die Stromversorgung erfolgt über einen 5¼ Zoll Powerconnector mit dem Netzteil verbunden.
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Die Registerbaugruppe kann verschiedene Operationen ausführen.
Um die Funktionsweise zu garantieren, ist eine bestimmte Signalabfolge und der zeitliche Ablauf zu beachten.
Die Schaltzeiten des Registersatzes richten sich nach der Schaltzeit T eines einzelnen Relais.
Zur Vereinfachung der Darstellung werden die Zeiten zum Anziehen und Abfallen der Relais beide mit T gleichgesetzt.
Der Wert T soll damit die längste Reaktionszeit aller Relais sein.
Die Schaltzeiten selbst werden in Vielfachen des Wertes T angegeben, da bei einigen Operationen mehrere Relais nacheinander reagieren müssen und sich die Schaltzeiten dadurch addieren.
Zur Signalabfolge ist zu beachten, dass zuerst die Adressleitungen und die Steuersignale WRITE, READ und CLEAR mit stabilen Pegeln belegt werden.
Der Datenbus ist ebenfalls für den Registersatz frei zu schalten.
Mit der Aktivierung des SELECT-Signals wird die entsprechende Registeroperation dann ausgeführt.
Die Aktivierung soll generell erst nach 3T, nachdem die anderen Leitungen angesteuert wurden, erfolgen und selbst 2T andauern.
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In der Wahrheitstabelle sind nun die einzelnen Pegel zur Umsetzung der Registersteuerung aufgelistet.
Durch die Programmsteuerung müssen also, je nach den Vorgaben der Befehlsdecodierung, diese Pegel an den
Eingangsleitungen des Registers erzeugt werden.
0=logisch 0-Pegel, entspricht 0V
1=logisch 1-Pegel, entspricht 12V
H=hochohmiger Zustand
X=beliebiger Zustand
ABC=Binäradresse für das gewählte Register an den Eingängen ADR2,ADR1,ADR0
000=Register0 (A)
001=Register1 (B)
010=Register2 (C)
011=Register3 (D)
100=Register4 (E)
101=Register5 (F)
110=Register6 (G)
111=Register7 (H)
| SELECT | READ | WRITE | CLEAR | DB0..DB7 | ADR0..2 | Erläuterung |
| 0,H | X | X | X | DB=H | X | Das Register ist vom Datenbus abgekoppelt, der Registerinhalt bleibt erhalten, die Ausgänge sind hochohmig |
| 1 | 0 | 0 | 1 | DB=H | ABC | Der Registerinhalt wird auf 0 zurückgesetzt (gelöscht), das Register selbst ist vom Datenbus abgekoppelt |
| 1 | 1 | 0 | 0 | DB=OUT | ABC | Der Registerinhalt wird am Datenbus ausgegeben, die Datenleitungen sind als Ausgänge geschaltet |
| 1 | 0 | 1 | 0 | DB=IN | ABC | Der Inhalt des Datenbusses wird mit dem Registerinhalt ODER-Verknüpft, die Datenleitungen sind als Eingänge geschaltet |
Der Stecker P1 ist ein 40-poliger Pfostenstecker und stellt das Interface zum internen CPU-Bus.
Die Belegung des Steckverbinders ist:
| Pinnummer | Name | Funktion | Pegel |
| 39 | DB0 | Dateneingang/ausgang 0 | 0V,12V,H |
| 37 | DB1 | Dateneingang/ausgang 1 | 0V,12V,H |
| 35 | DB2 | Dateneingang/ausgang 2 | 0V,12V,H |
| 33 | DB3 | Dateneingang/ausgang 3 | 0V,12V,H |
| 31 | DB4 | Dateneingang/ausgang 4 | 0V,12V,H |
| 29 | DB5 | Dateneingang/ausgang 5 | 0V,12V,H |
| 27 | DB6 | Dateneingang/ausgang 6 | 0V,12V,H |
| 25 | DB7 | Dateneingang/ausgang 7 | 0V,12V,H |
| 23 | ADDR0 | Adressleitung 0 | 0V,12V,H |
| 21 | ADDR1 | Adressleitung 1 | 0V,12V,H |
| 19 | ADDR2 | Adressleitung 2 | 0V,12V,H |
| 17 | frei | keine Belegung | H |
| 15 | frei | keine Belegung | H |
| 13 | frei | keine Belegung | H |
| 11 | frei | keine Belegung | H |
| 9 | frei | keine Belegung | H |
| 7 | SELECT | Steuereingang SELECT | 0V,12V,H |
| 5 | CLEAR | Steuereingang CLEAR | 0V,12V,H |
| 3 | WRITE | Steuereingang WRITE | 0V,12V,H |
| 1 | READ | Steuereingang READ | 0V,12V,H |
| 2..40 | GND | Masse 0V | 0V |
| Pinnummer | Name | Funktion | Pegel |
| 1 | +12V | Versorgungsspannung +12V | 12V |
| 2 | GND | Masse 0V | 0V |
| 3 | GND | Masse 0V | 0V |
| 4 | +24V | Versorgungsspannung +24V | +24V |
Da der Registerblock eine wichtige und in sich abgeschlossene Funktionseinheit darstellt, wird er in den Übersichtsschaltplänen der CPU durch ein Ersatzschaltbild dargestellt. Da es für das Verständnis der Funktionsweise der CPU insgasamt nicht von entscheidender Bedeutung ist, wie die Register im einzelnen funktionieren und wie sie im Innern aufgebaut sind, ist die Erfassung als Funktionsblock ausreichend. Wichtig für die weitere Verschaltung sind daher nur die Anschlussleitungen des Register-Controllers, die die Verbindung zur CPU herstellen.

Um ein neues Datenwort in das Register zu übernehmen ist leider eine vorherige Löschung des Registerinhaltes notwendig, was zusätzlich Zeit kostet.
Durch geschicktes Design der Ablaufsteuerung sollte es jedoch gelingen, diesen Makel wieder auszubügeln.
Die Schaltung des Registersatzes ist auf 9 Platinen im Format 160mmx100mm untergebracht und durch Abstandshalter zu einem Turm verschraubt.
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Registerblock von vorn
Oben befindet sich der Register-Controller mit dem Steckverbinder zum CPU-Bus.
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Registerblock von hinten
An der Rückseite ist die Verkabelung des internen Registerbusses zu erkennen.
Alle Registerplatinen sind über ein 40-poliges Kabel parallel geschaltet und mit der Controllerplatine an der Oberseite verbunden.
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