Der Microcodespeicher in der Relais-CPU enthält die Anweisungen für die Befehlsdecodierung innerhalb der CPU. In Diodenmatrizen sind die Belegungen der einzelnen Steuersignal abgelegt, die zur Umsetzung einer bestimmten Befehlsgruppe notwendig sind. Jede Diodenmatrix hat eine Wortbreite von maximal 20bit und kann bis zu 16 Steuerworte aufnehmen. Adressiert wird der Microcodespeicher durch das 16-bit-Schieberegister der Ablaufsteuerung, die Auswahl der zum Befehl passenden Diodenmatrix erfolgt durch mehrere 1-aus-16-Decoder, die vom Befehlswort gesteuert werden. Die Diodenmatrix stellt im Prinzip einen ROM (read-only-memory, nur-lese-Speicher) dar, wobei jedes gesetzte Bit durch eine fest verdrahtete Diode realisiert wird. Von den theoretisch bis zu 320Dioden in einer Matrix sind praktisch nur wenige wirklich notwendig um die Steuerbefehle abzuspeichern. Adress- und Datenbus der Diodenmatrix sind über zwei 40-polige Pfostensteckverbinder zugänglich und werden von allen Diodenmatrizen durch Flachbandkabel parallel geschaltet. Jede Matrix enthält die Microcodes für eine ganze Klasse von Befehlen. In einem Block können maximal 20 Matrizen verschaltet werden und so kann der Microcodespeicher in einem Turm maximal 6400Bit speichern.
Die Schaltung besteht aus einer Zusammenschaltung mehrerer Diodenmatrizen, die jeweils die Programmsequenz für eine Befehlsgruppe enthalten. |
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